Das ehemalige KZ-Außenlager Walldorf

Überlebende


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Antwortschreiben aus Budapest vom September 1978

Aus Ungarn kam vom dortigen Komitee der Naziverfolgten die Nachricht, dass Überlebende gefunden werden konnten.

Fax aus Israel vom Juli 1978

Aus Israel berichtete ein Fax von drei überlebenden Schwestern. Sie hatten sich aufgrund einer Suchanzeige in einer Zeitung gemeldet.

In der Folgezeit entstand ein reger Briefverkehr und einige der Frauen schickten Berichte. Es ist bewundernswert, dass sie ihre furchtbaren Erinnerungen wieder lebendig werden liessen und die Kraft hatten, davon zu erzählen.

In einem Brief von 1978 wird berichtet: Lagerleiter Loehs ließ alle schwangeren Frauen aussortieren mit dem Versprechen, sie würden in ein Erholungsheim geschickt. Sie wurden zum Bahnhof gebracht, dort eingesperrt, mussten ihre Kleider ausziehen und wurden nackt abtransportiert. Sie sollen erschossen worden sein. - Wir erinnern uns an die Verfahrenseinstellung der Staatsanwaltschaft Darmstadt aus dem Jahr 1980: "... dass das vorbezeichnete Verfahren eingestellt wurde, da gegen keinen der ermittelten Beschuldigten der Nachweis einer Beteiligung an strafrechtlich relevanten, noch verfolgbaren Handlungen erbracht werden kann."

Umso mehr Respekt zollen wir der überlebenden Widerstandskämpferin Aladar Farkás, die am Ende ihrer schmerzhaften Erinnerungen schrieb: "Ich schätze die Arbeit, die ihr Kommunisten und Antifaschisten verrichtet äußerst. Nicht darum, weil ihr die alten Wunden bloßlegen wollt und heilen, was nicht zu heilen ist, sondern weil ihr dafür kämpft, dass die Jugend, die neue Generation, nicht von solchen Schrecken heimgesucht werden kann."

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